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Die Eintracht vorgestellt … #1 – M. Schwarze

Die Eintracht vorgestellt … #1 – „Tanne“ M. Schwarze

 

Hallo Micha, vielen auch bekannt unter den Namen „Tanne“, zuerst dann auch die Frage zu den Spitznamen „Tanne“, woher stammt dieser, wie kam es dazu?

Zu meinem Spitznamen „Tanne“ kam ich aus den Anfangsjahren der 1. Mannschaft. Zu dieser Zeit hatte (und hat ihn noch) unser zweiter Torhüter den Spitznamen „Eiche“, an dieser Stelle einen Gruß an Ralf Eichholz. Damals ging es darum mir einen Spitznamen zu verpassen und da die Mannschaft schon eine „Eiche“ hatte, sollte noch eine „Tanne“ hinzukommen, bezogen auf meine Größe.

Wenn Du im Tor der Eintracht stehst, dann bist Du gleichzeitig „Dienstältester“ der Mannschaft, wie lange bist Du im Verein und wie stehst Du heute zur Situation als „Dienstältester“ das Tor der Eintracht zu hüten?

Im Camburger Verein bin ich seit meinem 5. Lebensjahr. Angefangen habe ich damals unter Trainer R. Arnold. Vorige Saison musste ich in Silbitz/Crossen aushelfen und nach dieser Partie kam die Anfrage vom Trainer, ob ich mir ein weiter machen vorstellen bzw. noch eine Saison dranhängen könnte, allein schon wegen der verletzungsbedingten Ausfälle von Keeper Rosemann und O. Heyme zu diesem Zeitpunkt. Dieses Jahr bin ich „Dienstältester“ mit Abstand. Ich versuche meine Erfahrungen einzubringen in die junge Truppe und fungiere gerne als Lautsprecher auf dem Platz.

Zwischenzeitlich spieltest Du für Schott Jena, Einheit Rudolstadt oder auch Einheit Jena, man konnte Dich aber immer wieder bei der Eintracht im Tor erneut begrüßen, was hat der Camburger Verein, die Eintracht-Elf, was andere nicht haben?

Im Nachwuchsbereich, speziell im A-Junioren-Alter spielte ich für Schott Jena, bin dann aber im Männerbereich zurück zur Eintracht gewechselt. Auf eine Anfrage von Rudolstadt, Erfahrungen in der Landesliga zu sammeln, wechselte ich zu Einheit Rudolstadt, war dann danach bei Schott Jena in der Landesliga noch aktiv, danach zurück zur Eintracht. Mein größter Fehler war damals der Wechsel zu Einheit Jena, denn dadurch war das gute Verhältnis zum Trainerteam und zur Mannschaft gestört.

Was macht Camburg aus … Heimat, Freunde, Spaß, wir sind, glaube ich, schon ein geiler Verein.

Immer wieder beeindruckend finde ich Deine Ansagen vor oder zu den Spielen Deiner Mannschaft, das zeigt deutlich Deine Verbundenheit zum Team, was geht da jedes Mal in Dir vor?

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich als „Dienstältester“ voran gehen will mit meiner Erfahrung. Die junge Truppe braucht Typen … Man hat es gerade in Zöllnitz gesehen bei den Rodatalern, wenn keiner den Mund aufmacht, wo viele junge Spieler dabei sind, keiner die Führung übernimmt, dann kommst Du nicht weiter. Bei unserer Truppe war das deutlich besser gewesen, aber neben mir gibt es da auch ein A. Enders, M. Zöllner oder K.Kleinhans, die sich immer einbringen und wichtig für das Team sind … und ich glaube das wir zurzeit damit richtig gut unterwegs sind.

Zum Aktuellen, es gibt keine Nr.1, mit zwei jungen Torhütern gibt es Alternativen, hier stehst Du dennoch des Öfteren im Kasten der Eintracht, wie gehst Du, auch in Verbindung zu den anderen Keepern, damit um?

Bei uns gibt es keinen Konkurrenzkampf. Wir haben abgesprochen, wenn Rosemann zur Verfügung steht und nicht beruflich gebunden ist, dass er auf jeden Fall das Tor hütet. Wir teilen uns den Torwart-Job, so wie es uns beiden möglich ist … und dann gibt es ja noch unseren 1,55m großen Teufelskerl, der als Feldspieler oder auch im Tor kicken kann, meeega!

Ich glaube das macht es aus, wir sind ne geile Truppe.

Achtelfinale im Kreispokal, gegen Silbitz konnte Deine Mannschaft sich am Ende mit 4:1 durchsetzen und ins Viertelfinale einziehen, Du warst als Zuschauer dabei, wie hast Du das Spiel gesehen, was erwartest Du von Dir und Deiner Mannschaft im weiteren Verlauf im Pokal-Wettbewerb?

Im Spiel gegen Silbitz sind wir nur schwer reingekommen, aber dann haben wir das richtig gut gemacht. Wir müssen einfach mal unsere ersten Chancen nutzen, dann läuft es auch ruhiger, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Jetzt heißt es Heimspiel, im Viertelfinale gegen Thalbürgel, wir wollen eine Runde weiter und dann auch ins Finale.

In der Liga momentan auf Rang 2, ein toller Auswärtserfolg am letzten Samstag im Rodatal gegen die Zöllnitzer mit 3:0, Du warst im Kasten dabei und hast die Null gehalten – Dein Fazit zum Spiel?

Zöllnitz hatte eine recht junge Truppe, aber da waren keine Leader auf dem Platz, die die Jungen gepuscht haben. Bei uns ist das anders gewesen. Im Hinblick auf die letzten Jahre und Ergebnisse der letzten Spiele gegen Zöllnitz, war das ein wichtiger und verdienter Erfolg.

Am Samstag geht es gegen die Sportsfreunde aus der Brauereistadt, VfB 09 Pößneck, ins Pflichtspiel in der Kreisoberliga. Ob Du selbst im Kasten stehst ist ungewiss, dennoch die Frage, was erwartest Du von deiner Elf, was gibst Du Ihnen diesmal mit auf den Weg?

Am Samstag wird wieder Rosemann im Tor stehen, wenn es die Zeit zulässt werde ich auf der Bank Platz nehmen. Ich erwarte von uns, dass wir das Selbstvertrauen aus den letzten Spielen mit in diese Partie nehmen. Pößneck ist immer ein Spiel wo viele Emotionen aufkommen… auf und neben dem Platz. Wenn wir alles hineinwerfen und als Mannschaft alles geben, ist auch hier was drin für uns. Wir spielen Zuhause und brauchen uns nicht zu verstecken. Wille – Kampfgeist – und nicht zu vergessen – Spaß – haben.

Dein Tipp zum Spiel, Camburg vs. Pößneck?

2:1 für die Eintracht

Abschließende Worte …

Wir müssen uns in der Liga vor Keinem verstecken, wenn wir unsere Tugenden in jedem Spiel abrufen und noch konstanter werden. Ein Platz unter den ersten Fünf sollte dann schon drin sein.

 

 

Vielen Dank für das Interview

 

Hutsch – 22.10.2019